Malen auf Leinwand

Bis Ende des Mittelalters war es in der Malerei üblich auf Holztafeln zu malen. Es wurde mit Öl gemalt, Acrylfarben gab es damals noch nicht. Erst ab ca. 14. Jh. kam die Leinwand als Malgrund für Ölgemälde auf. Dabei hatten die Maler verschiedene Vorlieben für die Grundierung der Malfläche. Es gab Maler, die eher dunklen Malgrund bevorzugten (Rubens), und Maler die lieber eine helle Grundierung auftrugen (Velasquez). Jedenfalls war der Siegeszug der Leinwand in der Malerei nicht mehr aufzuhalten. Bot sie doch gegenüber der Tafelmalerei (auf Holz) viele Vorteile. Die wichtigsten waren der einfachere Transport und die viel größer anzulegende Malfläche. Der Kölner Maler Stephan Lochner malte vorwiegend auf Holz. Seine berühmten Werke hängen im Wallraf-Richarz-Museum in Köln. Heute in der modernen Acrylmalerei ist faktisch nur noch die Leinwand vertreten. Wenige Künstler verwenden gelegentlich Holz als Malgrund.